Hoffnungsträger für die Ukraine

Die Wirtschaft der Ukraine steckt in einer tiefen Krise, die wie ein unaufhaltsames Schneeballsystem über das Land rollt. Fernsehstationen verbreiten in Windeseile schlechte Nachrichten, die oft letzte Hoffnungen rauben.

In Krementschuk, einer Nachbarstadt von Swetlowodsk, arbeiten 8.000 Männer in einer Fabrik, die Güterwaggons herstellt, die man hauptsächlich nach Russland verkauft. Da Russland seine Bestellungen eingestellt hat, wurde die Fabrik erst einmal geschlossen.

Der größte Arbeitgeber in Swetlowodsk ist eine Möbelfabrik. Zuerst wurden alle Arbeiter entlassen, die man bisher aus den Dörfern mit Bussen zu ihrer Arbeitsstelle gebracht hat. Den restlichen Mitarbeitern wurde das Gehalt um 30% gekürzt. Nachdem große Fabriken schließen, entlassen nun auch kleinere Firmen ihre Mitarbeiter. Menschen kaufen aus Angst nur noch das Notwendigste.  Wie sollen sie ihre Familien ernähren, wo Geld verdienen?

In dieser dramatischen Situation hat „Brücke der Hoffnung“ auch in diesem Jahr Saatkartoffeln gekauft, um dadurch im Herbst über 10 Tonnen Kartoffeln ernten zu können. Mit Kartoffeln im Wert von 100 € kommt eine fünfköpfige Familie durch den nächsten Winter. Im Anschluss ist wieder ein Projekt mit Gemüsesetzlingen geplant.